Woche 3

Wie ich über mein Verlangen nach Currywurst hinweg gekommen bin, Linsensuppe gekocht habe und immer noch kein Fleisch gegessen habe! Diese Woche ging die Uni wieder los und damit fing auch der Alltag wieder an.

Am Montag, Dienstag und Mittwoch begleitete mich noch immer die ungestillte Begierde nach Currywurst, der ich Dank meines starken Willens jedoch nicht nachgab. Jeden Morgen musste ich um halb 7 aufstehen, aß dann schnell zwei Brote, bevor ich aus dem Haus zur Uni musste. In der Uni gingen wir in der Mittagspause dann entweder in die Mensa oder ich hatte mir etwas von Zuhause mitgebracht.

Viel besser, als bei Kaufhof, war die vegetarische Auswahl in der UKM Mensa. Es gab einige vegetarische Alternativen, mit denen ich dann auch sehr zufrieden war, wie an einem Tag eine richtig leckere Quinoa-Frikadelle, die ich unbedingt mal nachkochen möchte!

Außerdem hatte ich z.B. selbstgemachten Kartoffelsalat dabei oder eine Bulgurpfanne. Ich habe festgestellt, dass es mir langsam echt fehlte mal wieder ein bisschen Fleisch zu essen. Also ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht oft Fleisch brauche, aber ich esse es, wenn auch selten, dann tatsächlich sehr sehr gerne. Und so ging es mir beim Einkaufen oder beim Frühstücken mit meinem Freund schon so, dass ich immer wehmütiger auf die zerlegten Tiere schaute.

Am Samstag Morgen hatte ich dann überlegt, ob ich es nicht einfach sein lasse, weil ich echt gerne mal wieder ein Schinkenbrot gegessen hätte. Irgendwie verstehe ich den Sinn immer noch, weshalb manche Menschen Vegetarier sind, allerdings verspüre ich einfach nicht so eine große Verantwortung der Tierwelt gegenüber oder der Umwelt, dass ich darauf in Zukunft komplett verzichten möchte.

Ich esse ja immer schon Biofleisch und auch die anderen tierischen Produkte, die ich kaufe, sind zum größten Teil aus biologischen Erzeugnissen, wodurch ich mir einbilde schon einen Schritt weiter zu sein, als wenn ich das Fleisch aus irgendeinem Billigdiscounter im Angebot kaufen würde. Ich überlege in letzter Zeit hin und her, wie ich in Zukunft meinen Fleischkonsum dosieren möchte. Alle zwei Wochen mal ein Stück, einmal im Monat, einmal in der Woche, wie viel Zählt dann eine Scheibe Wurst … Ich finde es ja wirklich wichtig, damit einen bewussten um verantwortungsvollen Umgang zu haben, ich stelle die Umwelt und die Tiere dabei allerdings nicht vor meine eigenen Bedürfnisse. Da kann jetzt auch sehr egoistisch klingen und ja, dann bin ich das in der Hinsicht jetzt vielleicht einfach.

Vermutlich würde insgesamt schon sehr viel getan sein, wenn einfach alle ihren Verbrauch, ihre Bedürfnisse und die Qualität und Quantität ihres Fleischkonsums reflektieren würden. Man muss ja nicht komplett auf Kosten der Tiere und der Umwelt leben und kann immer nach passenden Alternativen suchen – so werd‘ ich es machen.

Dann habe ich diese Woche eine super leckere, 1A Linsensuppe gekocht! Ich habe das Ganze sogar fotografiert, bin jedoch etwas erstaunt, wie ätzend es ist, beim kochen zu fotografieren!! Die Linse ist mir andauernd beschlagen und je länger der ganze Spaß ging, desto mehr verfestigte sich die Frage in mir „Wie zur Hölle machen das Foodblogger?“ und „Warten die ernsthaft jedes mal bis das Essen kalt ist?“ Ich habe hingegen dann einige Fotos sehr sehr schnell gemacht oder eben sehr vernebelt. Ihr werdet von beiden Varianten etwas sehen!

Woche vier ziehe ich dann auch noch durch, aber fest steht für mich, Vegetarier werde ich vorerst nicht!

Hier noch als Blogger-Funfact, das Rezept von der Linsensuppe! #supereasy

Guten Appetit und auf geht’s in die letzte Woche!


Linsensuppe à la Frau Sauns

Man benötigt:

  • 1 Stange Lauch oder 3 Zwiebeln
  • 3 große Möhren
  • 250g Troja Linsen
  • 1 Bund Staudensellerie
  • 5 große Kartoffeln
  • Gemüsebrühe
  • Prise Pfeffer
  • 2 EL Öl
  • 2 Lorbeerblätter
  • ggf. 2 Pimentkörner
  • Petersilie
  • 1 EL Agavendicksaft
  • Saft einer Zitrone

Zubereitung:

  1. Das Öl in einen großen Topf geben, erhitzen. Den Lauch/die Zwiebeln in Ringe schneiden, mit den Lorbeerblättern und Pimentkörnern dazugeben. Die Linsen waschen und ebenfalls in den Topf geben und alles ca. 5-10min andünsten.
  2. Die gewaschenen Kartoffeln und Möhren in kleinen Würfeln oder dünnen Scheiben dazugeben und alles mit kochendem Wasser überschütten, bis alles einigermaßen bedeckt ist.
  3. Den gewaschenen Staudensellerie in ca 1 cm (tendenziell etwas dünnere) Ringe schneiden und dazugeben.
  4. Dann einfach alles kochen lassen, bestimmt 30-40min, hin und wieder mal umrühren und schauen ob alle Komponenten gar sind.
  5. Wenn alles gar ist (einfach durch Reinpieksen mit der Gabel erproben), mit einer guten Brühe (schaut, dass da kein Glutamat drin ist), etwas Pfeffer und Petersilie abschmecken.
  6. ich pürriere im Anschluss die Suppe ein wenig an (davor aber die Lorbeerblätter und Pimentkörner rausholen – warum weiß ich auch nicht, machen einfach alle so #mitläufer) dass sie insgesamt sämiger wird, allerdings noch genug ganzes Gemüse vorhanden ist!
  7. Dann noch den Agavendicksaft und den Zitronensaft dazu!

4 Antworten auf „Woche 3“

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